Wann begann die Digitalisierung
Die breite Verwendung des Begriffs „digital“ im heutigen Sinne ist bedeutend jünger. Sie kommt auf mit den ersten Computern, die digital rechneten, also mit dem Binärsystem 1 und 0. Diese entstanden in den späten 1930er/frühen 1940er Jahren. So entwickelte 1937 der deutsche Ingenieur Konrad Zuse den Z1. Dieser war selbst noch mechanisch gebaut und ähnelte mehr Rechenschiebern oder Rechenmaschinen, die es bereits seit Jahrhunderten gab. Das Besondere an ihm: Er konnte als erster mit den binären Zahlen rechnen und war gleichzeitig frei programmierbar.
Kurze Zeit später entstanden Computer, die schon eher unseren heutigen PCs ähneln, wie der amerikanische ENIAC 1944 und der deutsche Zuse Z4 1945. Beide rechneten elektronisch, wenn auch mit Elektronenröhren und Relais, statt heute verwendeten Transistoren. Eine Ähnlichkeit, die sich aber nur auf die inneren Werte bezog: Schließlich nahm ENIAC eine Halle von 10 mal 17 Metern ein! 1954 entstand der amerikanische TRADIC, der Transistoren statt Elektronenröhren zur Berechnung verwendete – und nur noch so groß wie drei Kühlschränke war. TRADIC steht für TRansistorized Airborne DIgital Computer – wo wir unseren Begriff „digital“ wiederfinden.
Quellenschrift: wfb-bremen.de
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